Lederflechten meistern: Der umfassende Leitfaden
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Wenn du je die geflochtenen Kanten einer Western-Geldbörse bewundert hast oder die Whipstitch-Nähte eines handgebundenen Notizbuchs, dann hast du Lederflechten in Aktion gesehen. Es ist eine der zugänglichsten Lederhandwerk-Techniken – und eine der befriedigendsten, wenn man sie beherrscht.
Lederflechten ist eine dekorative und funktionale Technik, bei der dünne Lederstreifen (Schnürsenkel) verwendet werden, um Lederteile durch genähte oder gewebte Muster zu verbinden, einzufassen oder zu verzieren. Die häufigsten Stile sind der Whipstitch, der Vorstich und der Doppelschlingen-Stich.
Dieser Leitfaden behandelt alles – von der Wahl der richtigen Schnur und Werkzeuge bis zur Schritt-für-Schritt-Ausführung der beliebtesten Muster, auch wenn du noch nie mit Leder gearbeitet hast.
Was ist Lederflechten?
Lederflechten ist eine zeitlose Technik und seit Jahrhunderten ein Eckpfeiler der Lederverarbeitung. Bevor wir tiefer eintauchen, lohnt es sich, die Grundlagen und die für diese Arbeit am besten geeigneten Lederarten zu verstehen.
1. Was ist Lederflechten genau?
Als ich meine ersten Schritte im Lederhandwerk machte, war das Flechten eine der Techniken, die mich wirklich faszinierten. Im Kern ist Lederflechten die Kunst, Lederteile mit dünnen Streifen oder Schnüren aus Leder zu verbinden oder zu verzieren. Es geht nicht nur darum, zwei Stücke zusammenzufügen – es verleiht dem fertigen Produkt zusätzliche Eleganz und Festigkeit.
Vielleicht fragst du dich, wie sich Lederflechten von anderen Lederhandwerk-Techniken unterscheidet. Während es zahlreiche Methoden gibt, mit Leder zu arbeiten – etwa Nähen oder Nieten – sticht das Flechten durch seine ästhetische Wirkung und die gestalterische Flexibilität heraus. Diese Technik verbindet Funktion und Handwerkskunst auf nahtlose Weise.
2. Geeignete Lederarten zum Flechten
Die Wahl der richtigen Lederart ist entscheidend. Nicht alle Leder sind gleich, und die Auswahl beeinflusst das Ergebnis deines Projekts erheblich.
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Vollnarbenleder vs. Top-Grain
Wenn es um die höchste Lederqualität geht, ist Vollnarbenleder unangefochten an der Spitze. Es ist die ursprünglichste Form und behält die natürliche Narbung. Seine Haltbarkeit und Festigkeit machen es ideal für das Flechten. Top-Grain-Leder ist ebenfalls hochwertig, wird aber an der Oberfläche geschliffen und nachbearbeitet. Dadurch wird es glatter, verliert aber etwas von der robusten Authentizität des Vollnarbenleders.
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Pflanzlich gegerbtes vs. chromgegerbtes Leder
Der Gerbprozess prägt den Charakter des Leders. Pflanzlich gegerbtes Leder, das mit Tanninen aus Pflanzen und Rinde gegerbt wird, hat eine natürlichere, erdigere Optik. Es ist meine erste Wahl für Projekte, bei denen das Leder mit der Zeit eine Patina entwickeln soll. Chromgegerbtes Leder, mit Chemikalien verarbeitet, ist geschmeidiger und in einer breiteren Farbpalette erhältlich. Für klassische Flechtprojekte eignet es sich allerdings weniger.
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Faktoren bei der Lederauswahl
Mehrere Überlegungen spielen eine Rolle bei der Wahl des Leders. Denk an den Zweck des Projekts, die gewünschte Optik sowie an Stärke und Flexibilität des Leders. Das Ziel ist eine fundierte Entscheidung, die zu deiner Vision passt.
Das Verständnis für Lederflechten und die geeigneten Lederarten ist für jeden, der Lederhandwerk ernsthaft betreibt, unverzichtbar. Wie wir gesehen haben, beeinflussen Technik und Material das fertige Stück erheblich. Egal ob erfahrener Lederhandwerker oder Einsteiger – setze immer auf Wissen und Qualität.

Welche Werkzeuge brauchst du fürs Lederflechten?
Beim Einstieg ins Lederflechten ist die richtige Ausstattung das A und O. Sie sorgt für Präzision und macht den Prozess zudem deutlich angenehmer. Ich habe mir die wichtigsten Werkzeuge im Detail angesehen und diesen umfassenden Leitfaden zusammengestellt.
1. Wichtige Werkzeuge fürs Flechten
Flechtnadeln
Im Zentrum des Lederflechtens steht die schlichte Flechtnadel. Sie ist die Brücke zwischen Schnur und Leder und ermöglicht filigrane Designs und Muster. Greife zu einer robusten Nadel, am besten speziell für Lederarbeiten konzipiert. Das Einfädeln wird leichter und die Nadel hält länger.
Lochmeißel und Stanzen
Wenn es darum geht, perfekte Löcher ins Leder zu setzen, kommen Lochmeißel und Stanzen ins Spiel. Diese Werkzeuge sind unerlässlich für gleichmäßige und saubere Löcher. Die Qualität der Löcher entscheidet über das Gelingen deines Flechtmusters.
Schneidwerkzeug
Ein scharfes Schneidwerkzeug ist Pflicht, um Schnüre zu kürzen oder Lederteile zuzuschneiden. Ob Schere oder spezielles Lederschneidewerkzeug – achte darauf, dass es scharf und gepflegt ist. Ein sauberer Schnitt hebt das Endergebnis sichtbar an.
2. Die richtige Schnur wählen
Breite und Stärke
Breite und Stärke der Schnur prägen das Erscheinungsbild deines geflochtenen Stücks maßgeblich. Berücksichtige das jeweilige Projekt: Für filigrane Designs eignet sich eine schmalere Schnur, breitere Schnüre erzeugen einen kräftigen, robusten Look.
Material
Bei den Materialien hast du die Qual der Wahl. Rindsleder ist beliebt und vielseitig, während Känguruleder für seine Festigkeit und Elastizität geschätzt wird. Wer nach Alternativen sucht, kann auf synthetische Schnüre zurückgreifen – besonders bei Projekten, die Wasserbeständigkeit oder bestimmte Farben verlangen.
3. Leder fürs Flechten vorbereiten
Reinigen und Pflegen
Bevor du überhaupt ans Flechten denkst, sollte das Lederstück sauber und gepflegt sein. Schmutz oder Staub stören den Flechtvorgang. Die Pflege macht das Leder geschmeidig und verlängert seine Lebensdauer. Stell es dir vor wie das Vorbereiten einer Leinwand vors Malen.
Markieren und Lochen
Hier ist Präzision entscheidend. Markiere die Lochpositionen, bevor du stanzt. Das sorgt für Gleichmäßigkeit und beugt Fehlern vor. Setze die Löcher dann mit dem Lochmeißel oder der Stanze. Lass dir Zeit – Genauigkeit zählt mehr als Tempo.
Beim Lederflechten ist der Weg ebenso wichtig wie das fertige Stück. Mit den richtigen Werkzeugen und Materialien sowie etwas Geduld und Übung gelingen dir kleine Meisterstücke. Ob erfahren oder Anfänger – genieße den Prozess. Es ist die Sorgfalt und Hingabe, die unsere Arbeiten wirklich auszeichnen.

Welche Flechttechniken sind die beliebtesten?
Lederflechten ist eine Kunstform mit jahrhundertelanger Tradition. Die filigranen Designs und Muster, die durch diese Technik entstehen, machen aus einem schlichten Lederstück ein kleines Kunstwerk. Als jemand, der tief in die Welt der Lederarbeit eingetaucht ist, möchte ich einige Einblicke in die Techniken und Muster geben, die dein Lederflechten auf das nächste Level heben.
1. Grundlegende Flechttechniken
Am Anfang gilt es, die Grundtechniken zu beherrschen. Sie sind die Basis für alle anspruchsvolleren Muster.
Einfache Schlinge
Die einfache Schlinge ist die Grundform des Lederflechtens. Du fädelst die Schnur durch eine Reihe gleichmäßig verteilter Löcher und erzeugst so ein klares, ruhiges Bild. Diese Technik ist perfekt für Einsteiger und passt zu vielen Projekten – von Armbändern bis zu Gürteln.
Doppelschlinge
Wie der Name sagt, wird die Schnur bei der Doppelschlinge zweimal durch jedes Loch geführt. Das Ergebnis ist ein dichteres, kunstvolleres Muster im Vergleich zur einfachen Schlinge. Eine vielseitige Technik, die jedem Lederstück eine raffinierte Note verleiht.
Whipstitch
Der Whipstitch ist eine klassische Flechtmethode, bei der die Schnur über die Lederkante gewickelt wird und so eine dekorative Einfassung bildet. Diese Technik gibt deinen Projekten einen abgeschlossenen Look und stärkt zusätzlich die Kanten.
2. Fortgeschrittene Flechtmuster
Hast du die Grundlagen gemeistert, geht es an fortgeschrittene Muster. Diese Techniken bringen Tiefe, Textur und visuelle Spannung in deine Lederarbeiten.
Spanische Kantenflechtung
Inspiriert von traditioneller spanischer Lederarbeit wird die Schnur hier in einem festgelegten Muster verwoben und ergibt eine dekorative Kante. Etwas anspruchsvoller, aber das Ergebnis ist eindrucksvoll.
Zweifarbige Spiralflechtung
Diese Technik nutzt zwei unterschiedlich gefärbte Schnüre, die sich zu einem Spiralmuster verschlingen. Die Kontrastfarben erzeugen ein dynamisches, lebendiges Design – eine schöne Möglichkeit, einen Farbtupfer einzubringen.
Kreuzflechtung
Die Kreuzflechtung erzeugt ein Kreuzmuster und gibt dem Leder Tiefe und Struktur. Eine vielseitige Technik, die sich für funktionale wie dekorative Projekte eignet.
3. Tipps für ein sauberes Finish
Ein sauberes Finish ist beim Lederflechten entscheidend. Es macht den Unterschied zwischen einem Projekt, das amateurhaft wirkt, und einem, das professionell aussieht.
Gleichmäßige Spannung halten
Konstanz ist der Schlüssel. Achte beim Flechten auf gleichmäßige Spannung, um lockere oder zu fest gezogene Stellen zu vermeiden. Das verbessert nicht nur die Optik, sondern auch die Haltbarkeit.
Enden sichern und Knoten verstecken
Für ein sauberes Finish solltest du die Enden sicher fixieren und alle Knoten verstecken. Führe die Schnur dazu durch die letzten Löcher zurück und vernähe sie auf der Unterseite.
Häufige Probleme beheben
Fehler passieren – meist lassen sie sich beheben. Bemerkst du Unregelmäßigkeiten in deinem Flechtmuster, schau genau hin und korrigiere. Ob die Spannung nachjustieren oder einen Abschnitt neu flechten: Ein bisschen Sorgfalt macht einen großen Unterschied.
Lederflechten verlangt Geduld, Übung und ein Auge fürs Detail. Ob Anfänger oder Profi – es gibt immer etwas Neues zu lernen. Wenn du die hier gezeigten Techniken und Muster beherrschst, gelingen dir Lederstücke, die schön, funktional und langlebig sind. Üben, neugierig bleiben und vor allem Freude am Prozess haben – das ist der Schlüssel.

Was kannst du mit Lederflechten herstellen?
1. Mode und Accessoires: mehr als nur ein Statement
Beim Thema Lederflechten in der Mode geht es um mehr als Ästhetik – es geht ums Erzählen. Hier einige Anwendungen:
- Gürtel und Armbänder: Über ihre Funktion hinaus sind diese Accessoires zu Mode-Statements geworden. Geflochtene Ledergürtel halten nicht nur die Hose, sie geben dem Outfit eine rustikal-elegante Note. Auch Lederarmbänder mit kunstvollen Mustern erzählen von Handwerk und Stil.
- Handtaschen und Geldbörsen: Eine gute Tasche oder Geldbörse ist mehr als reine Aufbewahrung – sie ist Ausdruck der Persönlichkeit. Lederflechten verleiht diesen Stücken eine besondere Note und hebt sie aus der Masse industrieller Alternativen heraus. Eine Auswahl an handgefertigten Lederrucksäcken findest du übrigens auch bei Eiken.
- Schuhe und Details: Hast du diese filigranen Flechtmuster an Stiefeln oder Sandalen schon einmal bemerkt? Das ist Lederflechten in Aktion. Es dient nicht nur der Optik – oft erhöht es auch die Stabilität und verlängert die Lebensdauer der Schuhe.
2. Wohnaccessoires und Gebrauchsobjekte: Funktion trifft Ästhetik
Lederflechten beschränkt sich nicht auf Mode. Auch im Bereich Wohnen und Gebrauch sind die Anwendungen überraschend vielfältig:
- Ledergebundene Bücher: Ledergebundene Bücher haben etwas Zeitloses an sich. Sie strahlen Geschichte und Luxus aus. Lederflechtungen heben sie zusätzlich hervor und machen sie zu echten Kunstobjekten. Als Leser fühlt es sich an, als hielte man ein Stück Geschichte in der Hand.
- Möbel und Polster: Stell dir ein Ledersofa mit kunstvoller Flechtung oder einen Stuhl mit geflochtenen Armlehnen vor. Das sind keine bloßen Möbelstücke mehr, sondern Gesprächsanlässe. Die Flechtung gibt ihnen eine raffinierte Note über die reine Funktion hinaus.
- Werkzeuggriffe und Scheiden: Wer aufs Detail Wert legt, wird Werkzeuggriffe und Scheiden mit Lederflechtung lieben. Sie liegen besser in der Hand und bringen den Charakter einer Werkstatt in den Alltag.
Lederflechten ist mit seinen vielfältigen Anwendungen ein Beleg dafür, wie sich Funktion und Ästhetik verbinden lassen. Ob du ein Mode-Statement setzen oder dein Zuhause aufwerten willst – das Lederflechten verbindet Tradition mit Moderne. Diese Kunstform ist tief in der Geschichte verwurzelt und hat doch einen festen Platz in unserer Gegenwart.

Wie pflegst du geflochtene Lederstücke?
Wenn es darum geht, Schönheit und Funktion unserer Lederstücke zu erhalten – besonders der mit kunstvoller Flechtung versehenen –, ist die richtige Pflege entscheidend. Ich habe mich mit den besten Methoden beschäftigt und teile hier Erkenntnisse, die einen echten Unterschied für die Lebensdauer deiner Lieblingsstücke machen.
1. Reinigung und Pflege
Schonende Reiniger für geflochtenes Leder
Bevor du loslegst, wähle das passende Reinigungsmittel. Nicht jedes Mittel eignet sich für Leder, schon gar nicht für geflochtenes. Ich empfehle milde, pH-neutrale Lederreiniger. Sie sind so formuliert, dass sie reinigen, ohne dem Leder seine natürlichen Öle zu entziehen. Aggressive Chemikalien oder scheuernde Materialien können die feine Flechtung und die Lederoberfläche beschädigen.
Pflege für die Geschmeidigkeit
Nach der Reinigung folgt die Pflege. Leder verhält sich wie unsere Haut – es trocknet aus und verliert mit der Zeit an Geschmeidigkeit. Hochwertige Lederpflege wirkt dagegen. Sie spendet Feuchtigkeit und hält Leder und Flechtung weich. Beim Auftragen verteile ich das Produkt gleichmäßig und lasse es in die Poren des Leders einziehen, damit es weich und elastisch bleibt.
2. Reparatur und Restaurierung
Beschädigte Abschnitte neu flechten
Unfälle passieren – auch unsere Lieblings-Lederstücke zeigen mit der Zeit Verschleiß. Wenn du beschädigte oder ausgefranste Stellen entdeckst, ist das kein Grund zur Verzweiflung. Mit den richtigen Werkzeugen und Techniken bringst du dein Stück zurück ins Leben. Wir entfernen die beschädigte Stelle vorsichtig und ersetzen sie durch eine neue Schnur, die in Farbe und Textur zur Originalflechtung passt.
Abgenutzte Schnüre ersetzen
Mit der Zeit nutzen sich Schnüre ab, vor allem an häufig benutzten Stücken. Statt das gesamte Teil auszusortieren, kannst du einfach die Schnüre tauschen. Eine kostengünstige Lösung, die die Lebensdauer deines Lederstücks deutlich verlängert.
Geflochtene Stücke langfristig erhalten
Damit deine geflochtenen Lederstücke lange schön bleiben, lagere sie richtig: nicht in direkter Sonne, kühl und trocken. Regelmäßige Pflege und zeitnahe Reparaturen sorgen dafür, dass deine Lederschätze über Jahre hinweg in Bestform bleiben.
Die Pflege geflochtener Lederstücke wirkt anfangs vielleicht aufwendig, aber mit dem richtigen Wissen wird sie zur Routine. Wenn du diese Hinweise befolgst, behältst du deine Lederstücke so schön und funktional wie am ersten Tag. Es geht nicht nur um den Erhalt eines Materials, sondern um die Wertschätzung der Erinnerungen und Erlebnisse, die damit verbunden sind.

Welche weiteren Lederhandwerk-Techniken ergänzen das Flechten?
Wer in die Welt des Lederhandwerks eintaucht, sollte die verschiedenen Techniken kennen, die deine Werke aufwerten können. Flechten ist nur ein Aspekt dieses vielschichtigen Handwerks. Werfen wir einen tieferen Blick auf Techniken, die sich gut mit dem Lederflechten kombinieren lassen.
1. Lederfärben
Wenn ich ein Stück Leder zum Leben erwecken will, kommt mir das Färben als Erstes in den Sinn. Pigmente verleihen dem Leder Lebendigkeit und Charakter. Aber wusstest du, dass es verschiedene Trägermedien gibt?
- Ölbasierte Farben: Sie liefern satte, tiefe Farben und erhalten den natürlichen Griff des Leders.
- Alkoholbasierte Farben: Sie dringen tiefer ein, können das Leder allerdings etwas austrocknen.
- Wasserbasierte Farben: Umweltfreundlich und weniger streng im Geruch, aber manchmal nicht ganz so farbtief.
2. Lederbemalung
Das Bemalen von Leder ist eine Kunst für sich. Anders als Farbe beim Färben bleibt die Bemalung auf der Oberfläche. Was du wissen solltest:
- Oberflächenauftrag: Die Farbe bleibt auf der oberen Schicht und gibt eine visuelle Note, ohne den Charakter des Leders zu verändern.
- Geeignete Stücke: Denk an Stücke, die sich kaum biegen, etwa Wandbehänge oder Buchdeckel. Bewegung kann zu Rissen in der Farbe führen.
3. Lederschnitzen und -punzieren
Leder zu schnitzen ist wie Ton zu modellieren – es entstehen Designs mit dreidimensionaler Wirkung. Ein Einblick:
- Werkzeuge: Drehmesser, Veiner und Schräger sind hier deine Verbündeten. Jedes Werkzeug spielt eine eigene Rolle beim Einbringen von Mustern ins Leder.
- Sheridan-Stil: Ein in den USA und Mexiko verbreiteter Stil, geprägt von filigranen floralen Mustern, oft mit Anklängen an Rosen.

4. Stempeln und Prägen
Hast du diese schönen Abdrücke auf Leder schon einmal gesehen? Das ist die Magie des Stempelns und Prägens.
- Abdrücke schaffen: Mit speziell gestalteten Stempeln drückst du Muster in die Lederoberfläche.
- Kommerzielle Stempel: Sie kommen in verschiedenen Designs – von geometrischen Mustern bis zu Tiermotiven. Die Auswahl ist groß und bedient jede Vorliebe.
5. Formen und Gestalten
Leder zu formen ist wie Töpfern. Du gibst ihm im feuchten Zustand eine Form, und beim Trocknen behält es diese bei.
- Der Prozess: Weiche das Leder ein, damit es geschmeidig wird, und forme es dann von Hand oder mit Formen.
- Anwendungen: Von fantasy-inspirierten Rüstungen bis zu klassischen Handtaschen – das Formen findet überall seinen Platz.
6. Laserschneiden und -gravieren
Mit dem Einzug der Technik ins Lederhandwerk bieten Laser eine Präzision wie kein anderes Verfahren.
- Detailreiche Designs: Laser gravieren feinste Muster und erfassen jedes Detail perfekt.
7. Perforation und Pyrografie
Zum Schluss noch zwei Techniken, die dem fertigen Stück den letzten Schliff geben.
- Perforation: Stell dir eine gemusterte Lochreihe im Leder vor – ein dezenter dekorativer Effekt.
- Pyrografie: Die Kunst, Designs ins Leder zu brennen. Das Ergebnis: ein rustikaler, vintage-haftiger Look mit Charakter.
Lederhandwerk ist ein weites Feld mit unzähligen Techniken. Ob Anfänger oder erfahrener Handwerker – es gibt immer etwas Neues zu lernen und zu meistern. Üben, ausprobieren und vor allem den Prozess genießen – das zählt. Am Ende geht es nicht nur ums fertige Stück, sondern um die Reise des Schaffens.

Schlussgedanken zum Lederflechten
Lederhandwerk mit seinen vielfältigen Techniken und Stilen ist mehr als eine Fertigkeit – es ist eine Kunstform, die Tradition und Innovation verbindet. Wir sind durch viele Facetten dieses Handwerks gegangen, vom Färben bis zur Pyrografie, und jede Technik gibt einer einfachen Lederarbeit einen eigenen Charakter und macht sie zum Unikat.
Egal ob du als Enthusiast einsteigst oder als erfahrener Handwerker arbeitest: Jeder Stich, jeder Schnitt und jeder Abdruck erzählt eine Geschichte. Nimm die Lernkurve an, schätze die Unvollkommenheiten und lass deine Werke ein Zeugnis deiner Leidenschaft und Hingabe sein. Im Lederhandwerk sind die Möglichkeiten so weit wie deine Vorstellungskraft.
Häufig gestellte Fragen
Was genau ist Lederflechten?
Lederflechten ist eine Technik, bei der dünne Lederstreifen, sogenannte Schnüre, verwendet werden, um zwei Lederteile miteinander zu verbinden – oft in dekorativen Mustern oder Designs.
Ist Lederflechten haltbar?
Ja. Sauber ausgeführt kann Lederflechten sehr langlebig sein und übertrifft oft andere Methoden zum Verbinden von Leder, etwa das Nähen.
Kann ich jedes Leder zum Flechten verwenden?
Technisch ja, aber pflanzlich gegerbtes Leder wird wegen seiner Haltbarkeit und guten Verarbeitbarkeit bevorzugt.
Gibt es verschiedene Stile beim Lederflechten?
Ja, es gibt verschiedene Stile und Techniken wie Whipstitch, Doppelschlinge und spanische Kantenflechtung – jede mit eigenem Erscheinungsbild.
Brauche ich spezielle Werkzeuge fürs Lederflechten?
Grundlegende Werkzeuge sind Flechtnadeln und eine gute Schere. Für filigrane Designs brauchst du zusätzlich Stanzen oder Lochmeißel.
Wie sorge ich dafür, dass meine Flechtung straff bleibt und sich nicht löst?
Gleichmäßige Spannung ist entscheidend. Außerdem hilft es, die Enden mit einem Knoten zu sichern oder ins Design einzubinden, damit die Flechtung intakt bleibt.
Kann ich Lederflechten mit anderen Lederhandwerk-Techniken kombinieren?
Auf jeden Fall. Flechten lässt sich mit Schnitzen, Stempeln, Färben und mehr kombinieren, um filigrane und einzigartige Designs zu schaffen.
Dient Lederflechten nur dekorativen Zwecken?
Lederflechten wird oft wegen seiner dekorativen Wirkung eingesetzt, ist aber auch eine funktionale Methode, Lederteile zu verbinden – besonders bei Gürteln, Geldbörsen und Taschen.
Wie pflege ich geflochtene Lederstücke?
Reinige und pflege das Leder regelmäßig. Vermeide es, das Leder in Wasser einzulegen – das kann die Flechtung lockern. Lockert sich die Flechtung mit der Zeit, lässt sie sich nachziehen oder ersetzen.
Wo kann ich Lederflechten lernen?
Viele lokale Handwerksläden bieten Workshops an. Außerdem gibt es zahlreiche Online-Tutorials und Bücher zu den Techniken des Lederflechtens.
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2 Kommentare
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