5 atemberaubende US-Nationalparks, die du sehen musst [Ultimativer Guide]
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Seit über einem Jahrhundert schützt und verwaltet der National Park Service Millionen Hektar Naturflächen in 63 Nationalparks quer durch die Vereinigten Staaten – vom Südpazifik über Hawaii bis tief in die einzelnen US-Bundesstaaten. Diese Gebiete bieten atemberaubende Landschaften, eine unbezahlbare Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und eine Auszeit vom unermüdlichen Lärm der Zivilisation. Jedes Jahr ziehen sie zig Millionen Besucher an.
Wir haben uns entschieden, dir die schönsten Nationalparks der Vereinigten Staaten vorzustellen. Diese Rangliste ist vollkommen subjektiv und basiert auf Besuchermeinungen sowie unseren eigenen Vorlieben.
Wir mussten eine Auswahl treffen!
Meist- und am wenigsten besuchte Nationalparks der USA
Die Nationalparks sind über die gesamten Vereinigten Staaten verteilt. Es liegt also nahe, dass einige leicht erreichbar und entsprechend beliebt sind, während andere abgelegener und schwerer zugänglich bleiben – und damit nur wenig besucht oder einem Publikum aus Abenteurern und Wanderern auf der Suche nach echten Trails vorbehalten sind. Um die deutlichen Unterschiede zwischen den Parks zu verdeutlichen, hier eine Liste der 10 meistbesuchten Nationalparks der USA, gefolgt von den 10 am wenigsten besuchten. Eine Frage der Perspektive.
Top 10 der meistbesuchten US-Nationalparks
- — Great Smoky Mountains National Park – 14.161.548 Besucher
- — Zion National Park – 5.039.835 Besucher
- — Yellowstone National Park – 4.860.242 Besucher
- Grand Canyon National Park – 4.532.677 Besucher
- Rocky Mountain National Park – 4.434.848 Besucher
- Acadia National Park – 4.069.098 Besucher
- Grand Teton National Park – 3.885.230 Besucher
- Yosemite National Park – 3.287.595 Besucher
- Indiana Dunes National Park – 3.177.210 Besucher
- Glacier National Park – 3.081.656 Besucher
Top 10 der am wenigsten besuchten US-Nationalparks
- — Gates of the Arctic National Park & Preserve – 7.362 Besucher
- — National Park of American Samoa – 8.495 Besucher
- — Kobuk Valley National Park – 11.540 Besucher
- North Cascades National Park – 17.855 Besucher
- Lake Clark National Park & Preserve – 18.278 Besucher
- Katmai National Park & Preserve – 24.764 Besucher
- Isle Royale National Park – 25.844 Besucher
- Wrangell-St. Elias National Park & Preserve – 50.189 Besucher
- Dry Tortugas National Park – 83.817 Besucher
- Glacier Bay National Park & Preserve – 89.768 Besucher
1. Yosemite National Park
Lage: Kalifornien
Besucherzahl: 3,9 Millionen im Jahr 2021

Screenshot von ©OpenStreetMap Contributors – Open Database License – (CC BY-SA)
Der Yosemite National Park, einer der ältesten Nationalparks der Vereinigten Staaten, ist ein riesiges Naturgebiet von fast 3.100 Quadratkilometern und bietet seinen Besuchern eine breite Vielfalt an Lebensräumen und Landschaften: Wasserfälle, jahrtausendealte Mammutbaumwälder, atemberaubende Felsformationen.
Trotz seiner enormen Größe spielt sich der Großteil des touristischen Treibens in einem kleinen Teil des Parks ab: dem Yosemite Valley. Auf einer Fläche von rund 20 Quadratkilometern versammelt es die unverzichtbaren Granitformationen des Parks – „Half Dome" und „El Capitan" – sowie zahlreiche Wanderwege. Dieser Park sollte ganz oben auf deiner Liste stehen. Wer sich nicht als Wanderer sieht, kann mit dem Auto zu den großen Aussichtspunkten wie Glacier Point und Tunnel View fahren.

Blick zum Half Dome; El Capitan links sichtbar; Yosemite National Park, Kalifornien – Envato Image
Dieser Park ist für jeden etwas: Jeder Besucher findet eine Wanderung, einen Trail oder eine Aktivität, die zu seinem Niveau passt. Allerdings ist er gerade durch seine Anziehungskraft extrem stark frequentiert und damit nicht der ideale Ort, um Einsamkeit zu suchen. Schätzungen zufolge besuchen ihn jedes Jahr rund 4 Millionen Menschen. Seine Beliebtheit nimmt sogar zu: Der Park kletterte 2021 um 6 Plätze und wurde zum 8. meistbesuchten Nationalpark (mit einem Plus von 1,6 Millionen Besuchern in einem Jahr). Es ist also schwer, sich wirklich in der Natur zu verlieren – es sei denn, du planst deine Reise gut und besuchst den Park in den ruhigen Monaten oder Tageszeiten.
Der Park ist besonders Opfer von Instagram und Selfie-Jägern, die regelrecht zu den attraktivsten Stellen rennen, um sich zu fotografieren und ihr Trophäenbild in den sozialen Netzwerken zu posten. Wer sich für Fotografie begeistert, findet hier unzählige Motive.

Morgendlicher Blick auf das Yosemite Valley in den USA – Envato Image
Was kann man im Yosemite National Park unternehmen?
Yosemite Valley
Das Yosemite Valley ist ein unverzichtbarer Teil deines Besuchs und das Herzstück des Parks. Hier laufen viele der angebotenen Aktivitäten zusammen: Tunnel View oder die imposanten Wasserfälle wie Vernal Fall, Nevada Fall oder Yosemite Falls. Wer die Macht von Mutter Natur betrachten möchte, kann den Granitmonolithen „El Capitan" bewundern, den Alex Honnold 2017 ohne Sicherung mit bloßen Händen bestiegen hat. Das Tal ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisende und Wanderer, da hier alle nötigen Annehmlichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt vorhanden sind.
Tunnel View
Tunnel View gilt vielen als der beliebteste Aussichtspunkt des Yosemite. Es handelt sich um einen leicht zugänglichen Spot, von dem aus man das Tal und die berühmten Sehenswürdigkeiten überblickt. Manche Besucher empfehlen, die Reise hier zu beginnen, um sich auf den weiteren Aufenthalt einzustimmen – die perfekte Bühne für die kommenden Tage. Achte auf deine Uhrzeit, um den Stoßzeiten im Verkehr zu entgehen, und prüfe das Wetter für einen klaren Himmel.
Glacier Point
Wenn es um majestätische, atemberaubende Aussichten geht, fällt Yosemite-Besuchern schnell der Glacier Point ein – ein weiterer Aussichtspunkt, den man im Park gesehen haben muss. Mit dem Auto problemlos erreichbar, kannst du ihn auch zu Fuß erklimmen und nach der Anstrengung den weiten Blick genießen. Wie bei Tunnel View gilt: Da der Spot per Auto erreichbar ist, sind die Randzeiten ratsam, um den Trubel zu meiden. Während der Hauptsaison kommst du außerdem nur per Shuttle hin, da die Ranger die Zufahrten sperren und Besucher auf die Parkplätze weiter unten verweisen.

Mann am Rand eines Felsens am Glacier Point im Yosemite National Park bei Sonnenuntergang – Envato Image
Wann lohnt sich der Besuch im Yosemite National Park?
Da der Yosemite zu den meistbesuchten Parks des Landes zählt, empfehlen wir die Nebensaison. Mai und September sind gute Zeitfenster: Der Park ist gut zugänglich, aber spürbar weniger voll als mitten im Sommer. Der Frühling ist die beste Zeit, um die Wasserfälle und die schöne Landschaft zu sehen. Im Winter sind die meisten Straßen wegen Schlechtwetter und Schnee gesperrt, und das ab Ende Oktober/Anfang November bis in den März hinein. Die meisten Wege und Straßen öffnen erst Ende Mai oder Anfang Juni.
Pass deinen Aufenthalt schließlich an dein Budget an. Der Winter ist deutlich günstiger und trotz eingeschränkter Wandermöglichkeiten gut erlebbar. Wer unbedingt im Sommer reisen möchte, sollte die Campingplätze so früh wie möglich buchen – Plätze sind knapp und sehr gefragt.
2. Yellowstone National Park
Lage: Wyoming, Montana & Idaho
Besucherzahl: 4,9 Millionen im Jahr 2021

Screenshot von ©OpenStreetMap Contributors – Open Database License – (CC BY-SA)
Wie sollte man Yellowstone nicht ganz oben auf diese Liste setzen? Er gehört zu den beliebtesten Parks der Vereinigten Staaten und ist der erste Nationalpark der Welt. 1872 von Präsident Grant ins Leben gerufen, sollte er bemerkenswerte Naturräume zum Schutz und zur Freude der Bürgerinnen und Bürger sichern. Die Gründung des Parks löste eine breite Bewegung im Land aus, die bis heute zu 63 Nationalparks geführt hat. Yellowstone ist heute der meistbesuchte Nationalpark der USA.
Bekannt wurde Yellowstone einer breiten Öffentlichkeit nicht zuletzt durch den Film von 2012 – mit seiner reichen Tierwelt aus Bisons, Bären und Elchen, die im Park häufige Begegnungen sind, und seinen Naturwundern: heiße Quellen, Thermalbecken und vielfarbige Geysire. Auf mehr als 8.900 Quadratkilometern erstrecken sich Wasserfälle, dichte Wälder, Seen und hydrothermale Quellen. Du kannst die berühmten Stationen besuchen wie Mammoth Hot Springs, den Geysir Old Faithful oder die Grand Prismatic Spring.
Yellowstone gilt mittlerweile als das „Disneyland" unter den Nationalparks – sowohl wegen seiner Infrastruktur und Verpflegungs-/Unterkunftsmöglichkeiten als auch wegen des hohen Besucheraufkommens. The Nomadvisor hat zahlreiche Tipps, wenn du nicht weißt, wo du übernachten sollst. Jährlich zieht der Park fast 5 Millionen Besucher an. Aber keine Sorge: Wenn du dich von den Touristenpfaden entfernst, hast du fast 8.900 Quadratkilometer zum Erkunden, denn der Park erstreckt sich über drei US-Bundesstaaten – Wyoming, Idaho und Montana.

Boardwalk im Yellowstone National Park – Envato Image
Was kann man im Yellowstone National Park unternehmen?
Grand Canyon of the Yellowstone
Er ist DIE Hauptattraktion des Parks. Geformt von tausenden Jahren thermischer Aktivität und Erosion, gehört der Grand Canyon of the Yellowstone zu den beliebtesten Wanderstrecken. Du wirst viel zu tun haben, denn er erstreckt sich über rund 32 Kilometer und wird vom Yellowstone River durchquert – dem längsten ungestauten Fluss der USA, der über mehrere Wasserfälle wie die Upper Falls und Lower Falls in den Canyon stürzt. Der Ort beeindruckt durch seine Farbpalette und seine Felsformationen, die Fotofans besonders schätzen. Die Lichtstimmungen im Canyon sorgen oft für atemberaubende Szenen. Empfehlenswert ist daher ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlen im Canyon zu tanzen beginnen.
Old Faithful
Wer Geysire, Eruptionen und Naturschauspiele liebt, ist beim Old Faithful richtig: ein Geysir mit häufigen, ein- bis fünfminütigen Eruptionen, die bis zu 40 Meter hoch werden können – und das alle 30 bis 110 Minuten (frag vor Ort nach, um keine zu verpassen). Der Geysir lässt sich aus seinem direkten Umfeld beobachten. Wer den Massen entkommen möchte (es ist wohl die beliebteste Attraktion des Parks), kann über einen rund 1,6 Kilometer langen Weg zum Observation Point laufen und das Geysirbecken aus der Vogelperspektive sehen.
Grand Prismatic Spring
Wie Old Faithful ist auch die Grand Prismatic Spring eine Demonstration der Naturkräfte. Diese heiße Quelle ist rund 110 Meter lang und 37 Meter tief und gehört damit zu den größten heißen Quellen der Welt. Besucher schätzen sie besonders für ihre unglaubliche Farbpalette – von Rot über Blau bis hin zu Gelb und Grün, hervorgerufen durch Bakterien und Mineralien aus der Quelle. Wie ihr Geysir-Pendant gehört sie zu den meistfotografierten Orten des Parks. Komm also möglichst früh und vergewissere dich, dass kein Nebel liegt.

Luftaufnahme der Grand Prismatic Spring im Yellowstone National Park, USA – Envato Image
Wann lohnt sich der Besuch im Yellowstone National Park?
Die beste Reisezeit für den Yellowstone sind April/Mai und September/Oktober: mildes Wetter, weniger Andrang und gute Erreichbarkeit. Der Frühling bringt sattes Grün und hohe Wasserstände, während der Herbst eine Farbpalette von Rot bis Braun aufblättert. Auch der Winter steht dem in nichts nach und liefert eine ebenso außergewöhnliche Landschaft, vor allem wenn die Geysire unter dicken Schneeschichten ausbrechen. Den Sommer solltest du meiden – zu voll, zu heiß, auch wenn die Region oft starke Temperaturschwankungen erlebt.

Yellowstone National Park bei Sonnenuntergang – Envato Image
3. Glacier National Park
Lage: Montana
Besucherzahl: 3,1 Millionen im Jahr 2021

Screenshot von ©OpenStreetMap Contributors – Open Database License – (CC BY-SA)
Dieser Park, dessen Name auf die Reste der Eiszeit zurückgeht, die sein Gebiet prägen, erstreckt sich zwischen der kanadischen Grenze und Montana. Er bietet eine breite Palette überwiegend gebirgiger Landschaften und ist vor allem bei Wanderern und erfahrenen Trekkern beliebt – auch wenn er ebenso Wege und Touren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bereithält. Im einfachen Bereich kannst du den Trail of the Cedars wählen; im anspruchsvollen Bereich bietet sich der Grinnell Glacier an. Es gibt zahlreiche Aktivitäten – vom Wandern über Bootsfahrten auf dem Lake McDonald bis hin zum Kajakfahren auf dem Swiftcurrent Lake.
Der Park ist über 4.000 Quadratkilometer groß und beheimatet nicht weniger als 700 tiefe, pastellfarbene Seen sowie eine eindrucksvolle und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Gletscher, Seen, Berge und Wiesen prägen das pittoreske Bild des Glacier National Park. Es ist außerdem ein historisch aufgeladener Raum: Going-to-the-Sun Road und Great Northern Railway sind alte Infrastrukturen und zugleich echte Symbole der Ingenieurskunst des 20. Jahrhunderts. Begleitet werden sie vom Waterton-Glacier International Peace Park, einem UNESCO-Weltkulturerbe, in dem sich auf den spannendsten Wanderwegen des Landes atemberaubende alpine Landschaften finden. Aus diesem Grund trägt der Park den Beinamen „die Krone des Kontinents".

Kajakfahren auf dem Lake McDonald bei einem sonnigen Sommerabend – Envato Image
Was kann man im Glacier National Park unternehmen?
Going-to-the-Sun Road
Diese Straße ist ein ingenieurtechnisches Meisterwerk. Sie durchquert den Park von Ost nach West und ist eine der spektakulärsten Panoramastrecken des gesamten Kontinents. Ihren Ruf verdankt sie ebenso ihrer ingenieurtechnischen Leistung wie ihrem Status als nationales historisches Denkmal. Sie zieht sich durch alle Landschaftstypen und bietet zahlreiche Aussichtspunkte, damit Besucher die Schönheit der Umgebung in vollen Zügen genießen können. Sie lässt sich mit dem Auto oder dem Fahrrad befahren, wobei einige Abschnitte je nach Wetterlage oder Jahreszeit Einschränkungen oder Sperrungen unterliegen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich seiner Fahrkünste sicher sein – manche Passagen sind durchaus respekteinflößend.
Trail of the Cedars
Dieser Wanderweg liegt an der Going-to-the-Sun Road und führt rund 1,6 Kilometer durch einen sehr alten Roterzedernwald. Etwa auf halber Strecke gelangst du an eine Brücke mit atemberaubendem Blick auf einen Wasserfall und die Schlucht. Der Weg ist einfach, sehr beliebt und entsprechend stark frequentiert – einen Parkplatz zu finden, kann eine Herausforderung sein. Viele Besucher empfehlen den Trail, weil er Bequemlichkeit mit großartigen Ausblicken verbindet.
Red Bus Tours
Wer die Going-to-the-Sun Road ohne den Stress des Selberfahrens genießen will, sollte über die Red Bus Tours nachdenken. Es handelt sich um alte Busse mit Fahrer aus den 1930er-Jahren (der Bus, nicht der Fahrer) mit Klappdach für einen ungehinderten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft – auf 9 Routen, die die Hauptattraktionen des Parks abdecken. Da sie nicht aus jüngerer Zeit stammen, fassen sie nur etwa 15 Personen, sodass du nicht zwischen 100 wilden Touristen sitzt.

Glacier National Park: unberührter, gletschergespeister türkisfarbener See aus der Vogelperspektive – Envato Image
Wann lohnt sich der Besuch im Glacier National Park?
Anders als bei den ersten beiden Parks empfehlen wir den Glacier National Park in den Sommermonaten zwischen Juli und August. Auch wenn das die touristisch stärkste Zeit ist, sind die Temperaturen milder als in anderen Jahreszeiten – du kannst maximal viele Wanderungen unternehmen und gleichzeitig die schneebedeckten Gipfel bewundern. Der Park ist ganzjährig geöffnet, du kannst also frei wählen, was am besten zu dir passt.

Kajak inmitten des Swiftcurrent Lake in Many Glacier – Envato Image
4. Grand Canyon National Park
Lage: Arizona
Besucherzahl: 4,5 Millionen im Jahr 2021

Screenshot von ©OpenStreetMap Contributors – Open Database License – (CC BY-SA)
Der Grand Canyon ist wohl der ikonischste Park der Vereinigten Staaten und der mit den unverhältnismäßigsten Dimensionen – ein atemberaubendes Schauspiel für seine Besucher. Mit rund 450 Kilometern Länge, 29 Kilometern Breite und etwa 1,6 Kilometern Tiefe ist diese vom Wasser über Jahrtausende erodierte Schlucht ein Naturwunder. Genauer gesagt formt sie der Colorado River seit fast 6 Millionen Jahren. Es liegt also auf der Hand, dass sie zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Viele zählen sie zu den Wundern der Welt.
Extrem stark frequentiert, vor allem an seinem Südufer, wo sich die wichtigsten Stationen und Aktivitäten konzentrieren, findest du dein kleines Stück Stille und Paradies eher am Nordufer, wo Camper und Wanderer seltener werden und Fotografen sowie Naturbegeisterten das Feld überlassen. An beiden Seiten kannst du den Canyon über panoramische, prachtvolle Aussichten bestaunen. Auf der Aktivitätenseite kannst du auf den vielen Wanderwegen unterwegs sein, auf dem Colorado River raften oder in die Geschichte und Kultur der Native Americans eintauchen.

Grand-Canyon-Landschaft bei Sonnenuntergang – Envato Image
Was kann man im Grand Canyon National Park unternehmen?
Grand Canyon Village
Das ist der beliebteste Eingang zum Park und damit ganzjährig der am stärksten frequentierte. Wenn du keinen Trubel magst, meide diesen Bereich. Wer das nicht stört, findet ein attraktives Areal vor – mit dem besten Aussichtspunkt am Standort, um die Pracht des Canyons zu erfassen: Yavapai Point. Der Ort ist ideal für Familien und bietet die nötige Infrastruktur für einen angenehmen Aufenthalt.
In den Dörfern des Geländes tauchst du leicht in die Zeit der Eroberung des Westens ein und erfährst mehr über das Leben und die Kultur der indigenen Bevölkerung. Schau dazu beim Bahnhof der Grand Canyon Railway vorbei oder mach einen Spaziergang am Hopi House.
South Rim
South Rim bezeichnet die Südseite des Canyons. Sie ist die am stärksten erschlossene Seite und beherbergt die meisten Aktivitäten (Grand Canyon Village, South Kaibab Trail, Bright Angel Trail, Mather Point, Yavapai Geology Museum). Sie ist daher ideal für Besucher, die während ihres Aufenthalts begleitet und unterhalten werden möchten.
Das Areal ist gut erschlossen, du kannst zelten, wandern und sogar dein Wohnmobil parken. Bei Familien beliebt, weil die Aktivitäten vielfältig sind, die Trails für die meisten zugänglich und der Zugang einfach.
Mather Point
Was wäre ein besserer erster Blick auf den Grand Canyon als der vom Mather Point? Über einen kurzen, fünfminütigen Weg vom Eingang gut erreichbar, bietet dieser Aussichtspunkt eine schlicht außergewöhnliche Höhensicht auf den Canyon, bei der das Auge dutzende Kilometer weit schweifen kann. Um den Massen zu entgehen und die einzigartigen Farben zu erleben, lohnt sich ein Besuch zu Sonnenauf- oder Sonnenuntergang.

Grand Canyon: atemberaubender Aussichtspunkt über das Tal – Envato Image
Wann lohnt sich der Besuch im Grand Canyon National Park?
Wie bei vielen Parks in diesen ariden Regionen sind die besten Monate April/Mai und September/Oktober. Die Besucherströme sind kleiner und die Temperaturen angenehm. Wer im Sommer reisen möchte, sollte sich gut vorbereiten und das Nordufer wählen, um den Massen so weit wie möglich auszuweichen. Das Südufer ist ganzjährig geöffnet, das Nordufer schließt im Winter nach den ersten Schneefällen.

Grand Canyon: stark frequentierter Aussichtspunkt – Envato Image
5. Zion National Park
Lage: Utah
Besucherzahl: 5 Millionen im Jahr 2021

Screenshot von ©OpenStreetMap Contributors – Open Database License – (CC BY-SA)
Einst ein wenig besuchtes Refugium, ist der Zion National Park – benannt nach dem hebräischen Wort für „Zuflucht" – heute einer der meistbesuchten Parks der Vereinigten Staaten, mit fast 5 Millionen Besuchern im Jahr 2021. Diskret im Herzen Utahs gelegen, bietet der Park eine Mischung aus alpinen Landschaften und Tälern, durch die majestätische Flüsse strömen. Ein Bild folgt dem nächsten – ob beim Wandern, Radfahren oder mit dem Boot.
Manche Stellen im Park werden von Sterngucker:innen aller Art geschätzt. Die Sterne sollen besonders gut sichtbar und hell sein, da der Park nur wenig von der Lichtverschmutzung der Städte betroffen ist – er liegt rund 270 Kilometer von Las Vegas und über 480 Kilometer von Salt Lake City entfernt.
Der Andrang ist mittlerweile ein echtes Thema: Der Park hat das höchste Verhältnis von Besuchern zu Parkgröße erreicht, was zu Steuerungsproblemen führt, die das Besuchserlebnis zwangsläufig beeinträchtigen.

Landschaft im Zion National Park – Envato Image
Was kann man im Zion National Park unternehmen?
The Narrows
Der Name passt: Dieser Spot liegt im Herzen des Zion Canyon, an seiner engsten Stelle. Es ist einer der beliebtesten Wanderwege. Du kannst die Stelle auch von oben über eine kurze, für alle zugängliche Wanderung erleben, die einen sehr guten Blick auf die Narrows bietet.
Da der Pfad streckenweise durch den Fluss führt, scheue keine nassen Füße. Denk an technische Kleidung und einen wasserdichten Beutel, um deine Sachen zu schützen. Die Sonne sorgt bei Sonnenauf- und -untergang für ein wunderschönes Lichtspiel an den Canyonwänden. Außerdem ist der Spot zu diesen Zeiten weniger voll – also einplanen!
Angels Landing
Wenn du Fotograf:in bist oder atemberaubende Aussichten liebst, lohnt sich Angels Landing. Dieser Spot ist ein hoher Felsen auf fast 460 Metern, erreichbar über eine intensive, anstrengende Wanderung von rund 4,3 Kilometern mit Passagen, die fast schon einem Klettersteig gleichen (nichts für Anfänger:innen, höhenängstliche Besucher und Kinder). Unter der Woche stark frequentiert, am Wochenende eher zugänglich.
Kolob Canyons
Dieser Spot ist für Besucher gedacht, die einen Tapetenwechsel, Stille und reine Natur suchen. „Kolob" bedeutet im Mormonischen „die dem Himmel nächste Wohnstätte". Der Canyon trägt seinen Namen wegen der hohen, mächtigen Felsspitzen, die in den Himmel ragen.
Du kannst den Canyon zu Fuß oder mit dem Auto erkunden, da die Wege deutlich weniger frequentiert sind als im übrigen Park. Du kannst sogar den rund 1,6 Kilometer langen Timber Creek Overlook Trail laufen, der dich zu einem einzigartigen Aussichtspunkt mit einer Sicht von bis zu 160 Kilometern führt.

„The Narrows" im Zion Canyon – Envato Image
Wann lohnt sich der Besuch im Zion National Park?
Die beste Reisezeit für den Zion National Park ist von April bis Oktober: Die Park-Shuttles fahren und das Wetter ist angenehm. Die Sommermonate sind heißer und voller – also möglichst meiden oder die ruhigeren Kolob Canyons wählen. Wer den Massen entkommen und schöne Fotos machen möchte, kann durchaus zwischen Dezember und Februar reisen, sollte sich aber auf deutlich schlechteres Wetter einstellen.

Panoramablick in den Kolob Canyons – Envato Image
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