Was ist Ripstop? Der unsichtbare Held strapazierfähiger Stoffe

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Schau dir dein Zelt, deine Regenjacke oder das Innenfutter deines Rucksacks einmal genau an. Siehst du diese kleinen Quadrate im Gewebe? Das ist Ripstop – und genau diese Quadrate sind der Grund, warum aus einem kleinen Riss mitten auf Tour kein katastrophaler Schaden wird.

Ripstop ist ein Gewebe, in das in regelmäßigen Abständen (meist alle 5–8 mm) Verstärkungsfäden in einem Gittermuster eingewoben sind. Beginnt ein Riss, stößt er auf die dickeren Fäden und breitet sich nicht weiter aus. Ripstop kann aus Nylon, Polyester, Baumwolle oder Polypropylen bestehen und sorgt mit minimalem Mehrgewicht für hohe Reißfestigkeit.

Im Folgenden erklären wir, wie Ripstop hergestellt wird, welche Varianten es gibt (Nylon vs. Polyester) und warum der Stoff bei manchen Ausrüstungsteilen wichtiger ist als bei anderen.

Übersicht

Wie ist die Geschichte von Ripstop?

Die Geschichte des Ripstop-Stoffs ist eine spannende Geschichte aus Innovation und Anpassung. Ihre Wurzeln reichen bis in den Zweiten Weltkrieg zurück, als das Material erstmals für Fallschirme entwickelt wurde. Werfen wir einen genaueren Blick auf den Werdegang dieses bemerkenswerten Gewebes.

1. Die Geburt von Ripstop

Im Zweiten Weltkrieg gab es einen dringenden Bedarf an leichten, robusten Materialien, die den Belastungen beim Fallschirmspringen standhielten. Klassische Stoffe wie Seide waren teuer und in großen Mengen schwer zu beschaffen, was die Entwicklung neuer, synthetischer Materialien antrieb. Genau hier entstand das Ripstop-Gewebe.

Wissenschaftler und Ingenieure experimentierten mit verschiedenen Webtechniken und Materialien, um einen Stoff zu schaffen, der reißfest und trotzdem leicht und stark ist. Sie entwickelten ein charakteristisches Gittermuster aus dickeren Fäden, das dem Gewebe seine typische Reißfestigkeit verlieh.

2. Ausbreitung nach dem Krieg

Nach dem Krieg zeigte sich schnell, welches Potenzial in Ripstop steckte, und der Stoff fand Anwendungen weit über Fallschirme hinaus. Das Militär nutzte Ripstop weiterhin in vielfältiger Form, etwa in Uniformen und Ausrüstung, weil das Gewebe robust und gleichzeitig leicht ist.

Mit dem Aufschwung der Outdoor- und Adventure-Branche wurde Ripstop schnell zur ersten Wahl vieler Hersteller. Reißfestigkeit und geringes Gewicht machten den Stoff ideal für Outdoor-Ausrüstung wie Zelte, Rucksäcke und Schlafsäcke. In kurzer Zeit wurde das Gewebe zum Synonym für Abenteuer und Erkundung.

Militärjacke aus Ripstop-Stoff

3. Entwicklung der Ripstop-Materialien

Im Lauf der Jahre hat sich Ripstop bei den verwendeten Materialien deutlich weiterentwickelt. Ursprünglich aus Nylon gefertigt, begannen Hersteller bald mit anderen Materialien wie Polyester und Baumwolle zu experimentieren. Jedes Material brachte eigene Eigenschaften mit und erweiterte das Spektrum möglicher Anwendungen.

Nylon-Ripstop wurde zum Beispiel für seine außerordentliche Festigkeit und Haltbarkeit bekannt, während Polyester-Ripstop hohe Wasser- und UV-Beständigkeit bietet. Baumwoll-Ripstop wiederum überzeugt durch ein natürlicheres Tragegefühl und bessere Atmungsaktivität. Diese Vielseitigkeit ist der Grund, warum Ripstop heute in so vielen Branchen verbreitet ist.

4. Moderne Einsatzbereiche

Heute findet sich Ripstop in unzähligen Anwendungen quer durch verschiedene Branchen. Von Outdoor-Ausrüstung und Bekleidung bis hin zu Segeln und Fallschirmen – seine besonderen Eigenschaften machen ihn zu einem gefragten Material. Sogar in der Kunst kommt das robuste Gewebe inzwischen für innovative Installationen zum Einsatz.

Woraus besteht Ripstop?

Ripstop ist ein besonderes Gewebe, das durch sein verstärktes Webmuster hohe Festigkeit und Reißfestigkeit erreicht. Die Zusammensetzung kann je nach verwendetem Material und Webart variieren. In diesem Abschnitt schauen wir uns die unterschiedlichen Materialarten und Webmuster genauer an.

1. Materialarten

Das verwendete Material beeinflusst die Eigenschaften des Stoffs erheblich – etwa Festigkeit, Haltbarkeit, Wasserbeständigkeit und Atmungsaktivität. Hier ein Überblick über die häufigsten Materialien für Ripstop:

  1. Nylon-Ripstop: Nylon ist ein synthetisches Polymer, bekannt für Festigkeit, Haltbarkeit und geringes Gewicht. Nylon-Ripstop ist sehr abrieb- und reißfest und damit ideal für Anwendungen, bei denen Robustheit Priorität hat. Außerdem ist Nylon von Natur aus wasserabweisend und kann zusätzlich behandelt werden, um diese Eigenschaft zu verstärken.

  2. Polyester-Ripstop: Polyester, ebenfalls ein synthetisches Polymer, kommt häufig in der Ripstop-Produktion zum Einsatz. Polyester-Ripstop bietet hohe Wasser- und UV-Beständigkeit und ist deshalb beliebt für Outdoor-Anwendungen, die Wind und Wetter ausgesetzt sind. Er ist zudem besonders knitterarm sowie schimmel- und abriebfest. Bei der Atmungsaktivität liegt er allerdings hinter manchen anderen Materialien zurück.

  3. Baumwoll-Ripstop: Baumwolle als Naturfaser kann ebenfalls für Ripstop genutzt werden. Baumwoll-Ripstop ist atmungsaktiver als seine synthetischen Pendants und fühlt sich angenehm natürlich an. Auch wenn er nicht ganz so fest und langlebig wie Nylon- oder Polyester-Ripstop ist, bietet er dank des verstärkten Webmusters trotzdem eine ordentliche Reißfestigkeit.

  4. Weitere Materialien: Neben den genannten Optionen gibt es Ripstop auch aus Polypropylen, Polyethylen und sogar aus Hochleistungsfasern wie Kevlar oder Dyneema. Diese Materialien können je nach Einsatzzweck zusätzliche Eigenschaften wie höhere Festigkeit, Chemikalien- oder Hitzebeständigkeit liefern.

— Credit: Backcountry Banter's Youtube Channel

2. Webmuster

Das Webmuster spielt eine zentrale Rolle für die Reißfestigkeit von Ripstop. Durch das Einarbeiten dickerer Fäden in regelmäßigen Abständen verhindert das Gewebe wirkungsvoll, dass sich Risse ausbreiten. Hier die gängigsten Webmuster im Überblick:

  1. Quadratisches Gittermuster: Das quadratische Gittermuster ist die häufigste Webart bei Ripstop. Dabei werden dickere Fäden in regelmäßigen Abständen eingewoben und bilden eine gitterartige Struktur. Dieses Muster stoppt Risse zuverlässig und verleiht dem Stoff seine charakteristische Reißfestigkeit.

  2. Hexagonales Gittermuster: Ein weiteres verbreitetes Muster ist das hexagonale Gitter, das an eine Wabenstruktur erinnert. Auch dieses Muster bietet hohe Reißfestigkeit und kann zusätzlich für mehr Stabilität und ein gleichmäßigeres Erscheinungsbild sorgen.

  3. Alternative Muster: Manche Hersteller experimentieren mit anderen Webmustern, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen. So kommen zum Beispiel Rauten- oder Dreiecksmuster zum Einsatz, um die Festigkeit weiter zu erhöhen oder das Gewicht zu senken.

— Credit: Erik Larson's Youtube Channel

Welche Eigenschaften hat Ripstop?

Ripstop ist für eine Reihe besonderer Eigenschaften bekannt, die ihn in vielen Branchen zu einer beliebten Wahl machen. In diesem Abschnitt schauen wir uns Festigkeit, Haltbarkeit, geringes Gewicht, Wasserbeständigkeit und UV-Beständigkeit genauer an.

1. Festigkeit und Haltbarkeit

Eine der auffälligsten Eigenschaften von Ripstop ist seine außergewöhnliche Festigkeit und Haltbarkeit. Das verstärkte Webmuster mit dickeren Fäden in regelmäßigen Abständen erzeugt eine gitterartige Struktur, die das Ausbreiten von Rissen verhindert. Dadurch hält Ripstop harte Bedingungen aus und bleibt reißfest – ideal für Anwendungen, die robuste, langlebige Materialien fordern.

Auch die Wahl des Grundmaterials – etwa Nylon oder Polyester – wirkt sich auf Festigkeit und Haltbarkeit aus. Nylon-Ripstop ist besonders fest und reißfest, Polyester-Ripstop punktet stärker bei der Abriebfestigkeit.

2. Geringes Gewicht

Ripstop ist für sein geringes Gewicht bekannt und damit ideal für Anwendungen, bei denen jedes Gramm zählt. Beim Trekking oder Bergsteigen zum Beispiel kann der Einsatz leichter Materialien das Gesamtgewicht der Ausrüstung spürbar reduzieren.

Die Leichtigkeit ergibt sich aus der Kombination der verwendeten Materialien und dem charakteristischen Webmuster. Das Resultat ist ein Stoff, der gleichzeitig robust und leicht ist, ohne bei der Festigkeit Kompromisse einzugehen.

— Credit: Minervas's Youtube Channel

3. Wasserbeständigkeit

Ripstop kann mit verschiedenen Beschichtungen und Imprägnierungen behandelt werden, um wasserabweisend zu wirken. Das ist besonders praktisch im Outdoor-Einsatz, wo der Kontakt mit Regen und Feuchtigkeit wahrscheinlich ist. Wichtig zu wissen: Die Wasserabweisung lässt mit der Zeit nach und muss gelegentlich aufgefrischt werden, damit das Gewebe seine Schutzwirkung behält.

Auch das Grundmaterial bestimmt mit, wie wasserabweisend ein Ripstop ist. Polyester-Ripstop ist in der Regel wasserbeständiger als Nylon-Ripstop, beide lassen sich aber durch Behandlung verbessern.

Zeltmaterial aus Ripstop

4. UV-Beständigkeit

Sonneneinstrahlung kann Stoffe ausbleichen, schwächen und mit der Zeit zerstören. Manche Ripstop-Gewebe werden mit UV-beständigen Beschichtungen versehen, um sie vor schädlichen Strahlen zu schützen. Besonders bei Outdoor-Ausrüstung, Bekleidung und anderen Produkten, die viel Sonne abbekommen, ist das ein klarer Vorteil.

UV-Schutz hilft, die Lebensdauer von Ripstop zu verlängern und kräftige Farben zu erhalten. Wie bei der Wasserabweisung lässt aber auch der UV-Schutz mit der Zeit nach und muss gegebenenfalls erneuert werden.

Wofür wird Ripstop eingesetzt?

Die besonderen Eigenschaften von Ripstop machen das Gewebe zur idealen Wahl für viele Anwendungen. Hier ein Überblick über die häufigsten Einsatzbereiche.

1. Outdoor-Ausrüstung

Zelte und Unterstände

Ripstop wird häufig für Zelte und Unterstände verwendet, weil er robust, leicht und auf Wunsch wasserabweisend ist. Seine Reißfestigkeit macht ihn ideal, um raue Outdoor-Bedingungen auszuhalten, während sein geringes Gewicht einfaches Tragen und Transportieren ermöglicht.

Rucksäcke und Taschen

Auch bei Rucksäcken und Taschen ist Ripstop beliebt, vor allem für Wandern, Camping und andere Outdoor-Aktivitäten. Haltbarkeit, Festigkeit und geringes Gewicht machen ihn zu einer verlässlichen Wahl, wenn schwere Lasten über lange Strecken getragen werden. Wer nach Lederrucksäcken oder textilen Modellen sucht, findet bei Wanderrucksäcken häufig Ripstop-Materialien an exponierten Stellen.

Schlafsäcke

Das geringe Gewicht und die Robustheit machen Ripstop auch zu einem idealen Material für Schlafsäcke, vor allem für Trekking und Bergsteigen. Mit zusätzlicher Imprägnierung wird der Stoff noch wasserabweisender und damit auch in feuchten Umgebungen einsatzbereit.

2. Bekleidung

Adventure- und Outdoor-Bekleidung

Ripstop ist ein Klassiker bei Adventure- und Outdoor-Bekleidung, etwa in Jacken, Hosen und Shorts. Reißfestigkeit und Haltbarkeit machen ihn perfekt für Aktivitäten wie Wandern, Klettern und Trekking, bei denen die Kleidung viel aushalten muss. Mit zusätzlicher Wasser- und UV-Beständigkeit bietet er bei wechselnden Witterungsbedingungen spürbar mehr Schutz.

Militäruniformen

Militäruniformen brauchen Materialien, die robust und gleichzeitig komfortabel sind. Die Mischung aus Festigkeit, geringem Gewicht und guter Atmungsaktivität macht Ripstop dafür zur idealen Wahl. Seine Reißfestigkeit sorgt zusätzlich für Langlebigkeit und stellt sicher, dass die Uniformen auch unter harten Bedingungen einsatzfähig bleiben.

Alltagskleidung

Ripstop kommt aber auch in alltagstauglicher Kleidung zum Einsatz – etwa in Freizeithosen, Shorts und Jacken. Robustheit und Komfort machen den Stoff zu einer praktischen Option für den täglichen Gebrauch, während die charakteristische Textur den Kleidungsstücken einen eigenständigen Look verleiht.

3. Segel und Fallschirme

Segeltuch

Segeltuch braucht ein Material, das gleichzeitig leicht und stark ist – Ripstop liefert genau das. Seine Reißfestigkeit sorgt dafür, dass Segel intakt bleiben, selbst bei starkem Wind und rauen Bedingungen.

Fallschirm-Design

Ripstop hat seine Wurzeln im Fallschirm-Design und ist dort bis heute eine beliebte Wahl. Sein Verhältnis von geringem Gewicht und hoher Belastbarkeit sorgt dafür, dass Fallschirme den Kräften beim Öffnen und beim Sinkflug standhalten, während die Reißfestigkeit ein zusätzliches Maß an Sicherheit liefert.

4. Sportausrüstung

Ultraleichte Camping-Ausrüstung

Für Ultraleicht-Trekker zählt jedes Gramm. Genau deshalb ist Ripstop ein bevorzugtes Material für ultraleichte Camping-Ausrüstung wie Tarps, Biwaksäcke und Hängematten. Mit zusätzlicher Wasserabweisung schützt er außerdem zuverlässig vor Witterung und sorgt für ein komfortables, trockenes Camping-Erlebnis.

— Credit: Luxe Hiking Gear's Youtube Channel

Höhenballons

Höhenballons für Forschung oder Kommunikation brauchen Materialien, die extreme Bedingungen aushalten und trotzdem leicht bleiben. Ripstop ist dafür eine gute Wahl, weil er die nötige Festigkeit, Haltbarkeit und Gewichtsersparnis für Flüge in großen Höhen bietet.

Sportbekleidung

Ripstop wird ebenfalls in Sportbekleidung eingesetzt, etwa beim Laufen, Radfahren und Klettern. Sein geringes Gewicht ermöglicht freie Bewegung, ohne zu stören, während Haltbarkeit und mögliche Wasserbeständigkeit Schutz gegen Witterung und Verschleiß bei intensiver Belastung bieten.

5. Industrielle Anwendungen

Schutzhüllen

Ripstop wird oft für Schutzhüllen genutzt, etwa für Fahrzeuge, Maschinen und Ausrüstung. Festigkeit, Haltbarkeit und mögliche Wasserabweisung machen ihn zu einem verlässlichen Material, um wertvolle Güter vor Witterung, Staub und Schmutz zu schützen.

Flexible Lagerlösungen

In der Industrie kommen flexible Lagerlösungen wie Sandsäcke, Big Bags und flexible Schüttgutbehälter (FIBCs) häufig aus Ripstop. Festigkeit und Reißfestigkeit sorgen dafür, dass diese Behälter auch bei schwerer Last und rauer Handhabung halten, was sie sollen.

6. Notfall- und humanitäre Hilfe

Behelfsunterkünfte

Geringes Gewicht, hohe Robustheit und mögliche Wasserabweisung machen Ripstop zu einem idealen Material für Behelfsunterkünfte in Notfall- und humanitären Hilfseinsätzen. Solche Unterkünfte lassen sich schnell aufbauen und bieten Schutz vor Witterung für Menschen in akuten Notlagen.

Medizinische und Notfallausrüstung

Ripstop kommt auch in verschiedenen medizinischen und Notfallartikeln zum Einsatz, etwa in Tragen und Rettungsdecken. Sein geringes Gewicht erleichtert den Transport, während Haltbarkeit und mögliche Wasserbeständigkeit auch unter schwierigen Bedingungen verlässliche Leistung garantieren.

Wie pflegst du Ripstop richtig?

Mit der richtigen Pflege lässt sich die Lebensdauer von Ripstop-Ausrüstung deutlich verlängern und ihre Leistung erhalten. In diesem Abschnitt geben wir Tipps zu Reinigung, Reparatur und Lagerung von Ripstop-Produkten.

1. Reinigung und Wäsche

  1. Pflegeetikett prüfen: Bevor du Ripstop reinigst, schau immer zuerst auf das Pflegeetikett des Herstellers. Dort findest du konkrete Hinweise zum Waschen, Trocknen und zur Pflege des jeweiligen Produkts.

  2. Milde Waschmittel verwenden: Setze beim Waschen auf milde, nicht scheuernde Mittel ohne Bleiche und Weichspüler. Aggressive Chemikalien greifen Beschichtungen an und können Wasser- und UV-Schutz schwächen.

  3. Per Hand oder Schonprogramm waschen: Handwäsche ist meist die schonendste Methode für Ripstop, weil sie das Risiko von Beschädigungen minimiert. Wenn du in der Maschine wäschst, nutze das Schonprogramm und lege das Teil in einen Wäschebeutel, um es vor Hängenbleiben und Rissen zu schützen.

  4. Hohe Hitze vermeiden: Beim Trocknen solltest du hohe Temperaturen vermeiden, denn sie schwächen den Stoff und können Schrumpfen verursachen. Trockne deine Teile lieber an der Luft oder nutze eine niedrige Temperaturstufe im Trockner.

  5. Punktuelles Reinigen: Bei kleineren Flecken oder Schmutz ist punktuelles Reinigen mit einem weichen Tuch und mildem Waschmittel oft die beste Lösung. Tupfe vorsichtig, ohne zu reiben – Reiben kann den Stoff beschädigen.

2. Reparieren von Rissen und Schäden

  1. Klebepatches verwenden: Selbstklebende Stoffpatches speziell für Ripstop sind eine gute Lösung für kleine Risse oder Löcher. Reinige den Bereich um den Schaden, schneide den Patch passend zu und klebe ihn nach Anleitung des Herstellers auf.

  2. Riss vernähen: Bei größeren Rissen oder Stellen, an denen Klebepatches nicht halten, sorgt Vernähen mit passendem Faden für eine robustere Reparatur. Nutze einen Zickzackstich, um Ausfransen zu verhindern und den Bereich zusätzlich zu verstärken.

  3. Profi-Reparatur erwägen: Bei größeren Schäden oder wenn du unsicher bist, lohnt sich der Gang zu einem professionellen Reparaturservice in einem Outdoor-Fachgeschäft oder direkt beim Hersteller.

3. Tipps zur Lagerung

  1. Sauber und trocken lagern: Stelle vor dem Einlagern sicher, dass deine Ripstop-Ausrüstung sauber und vollständig trocken ist, um Schimmel und Stockflecken zu vermeiden.

  2. Direkte Sonne meiden: Lagere Ripstop-Produkte an einem kühlen, trockenen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Längere UV-Belastung schwächt das Gewebe und lässt Farben verblassen.

  3. Nicht dauerhaft komprimieren: Es ist verlockend, Ripstop-Teile zur Platzersparnis stark zu komprimieren – auf Dauer entstehen so Knicke, und Beschichtungen leiden. Falte oder rolle deine Teile besser locker, bevor du sie einlagerst.

  4. Atmungsaktive Aufbewahrungsbeutel nutzen: Wenn du deine Ausrüstung in einem Beutel verstaust, wähle ein atmungsaktives Modell, das Luftzirkulation erlaubt und Feuchtigkeitsstau verhindert.

Fazit

Zusammengefasst ist Ripstop ein vielseitiges, klug konstruiertes Material mit einem breiten Anwendungsspektrum. Die Kombination aus Festigkeit, Haltbarkeit und geringem Gewicht macht ihn zur ersten Wahl für Outdoor-Ausrüstung, Bekleidung und sogar Kunstinstallationen.

Wer Geschichte, Aufbau und Eigenschaften kennt, versteht schnell, welche Rolle Ripstop in unserem Alltag spielt. Mit dem technischen Fortschritt bleibt spannend, wohin sich dieses bemerkenswerte Gewebe in Zukunft entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Woraus besteht Ripstop?

Ripstop kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden, darunter Nylon, Polyester und Baumwolle, jeweils mit eigenen Eigenschaften.

Wie verhindert Ripstop, dass Risse weiterlaufen?

Ripstop hat ein verstärktes Webmuster mit dickeren Fäden in regelmäßigen Abständen. Diese gitterartige Struktur stoppt Risse, bevor sie sich ausbreiten.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Nylon- und Polyester-Ripstop?

Nylon-Ripstop überzeugt vor allem durch Festigkeit und Haltbarkeit, während Polyester-Ripstop eine bessere Wasser- und UV-Beständigkeit bietet.

Wie kann ich einen Riss in Ripstop reparieren?

Risse in Ripstop lassen sich mit selbstklebenden Patches reparieren oder mit passendem Faden vernähen.

Welche Vorteile bietet Ripstop für Outdoor-Ausrüstung?

Festigkeit, Haltbarkeit, geringes Gewicht und mögliche Wasser- und UV-Beständigkeit machen Ripstop zum idealen Material für Outdoor-Ausrüstung.

Wie schneidet Ripstop bei Gewicht und Haltbarkeit gegenüber anderen Stoffen ab?

Ripstop ist in der Regel leichter und langlebiger als viele andere Stoffe und damit eine beliebte Wahl, wenn Gewicht und Haltbarkeit entscheidend sind.

Kann Ripstop aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden?

Ja, Ripstop kann auch aus umweltfreundlichen Materialien wie recycelten Fasern gefertigt werden, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Welche typischen Behandlungen und Beschichtungen gibt es für Ripstop?

Ripstop kann mit wasserabweisenden, UV-beständigen und weiteren Beschichtungen behandelt werden, um Leistung und Haltbarkeit zu verbessern.

Wie pflege und warte ich Ripstop-Ausrüstung richtig?

Zur richtigen Pflege gehören regelmäßige Reinigung, das schnelle Reparieren von Schäden und eine sachgemäße Lagerung, damit die Ausrüstung lange hält.

Welche Entwicklungen sind bei Ripstop in Zukunft zu erwarten?

Künftige Entwicklungen können neue Beschichtungen, verbesserte Webtechniken und umweltfreundlichere Alternativen umfassen, die Leistung und Vielseitigkeit weiter erhöhen.

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Baptiste Pesanti – Co-founder of Eiken

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Baptiste – Co-founder of Eiken, Outdoor Gear Expert & Vintage Travel Enthusiast

Baptiste is a seasoned traveler and co-founder of Eiken, where he combines his love for outdoor exploration with a deep appreciation for vintage design and quality craftsmanship. With over 8 years of experience testing and reviewing backpacks and travel gear, he shares practical advice to help readers choose the right equipment for their adventures—whether in the wilderness or the city. His expertise is grounded in real-world use and a long-standing passion for timeless, durable products built to last.

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